Die Nutria in der Ardèche
Die Nutria ist in der Ardèche nachweislich heimisch und wird relativ häufig entlang der Flussufer angetroffen, insbesondere am Oberlauf und in den Schluchten der Ardèche.

Herkunft der Nutria
Die Nutria ist ein Säugetier, das ursprünglich aus Südamerika stammt und im 19. Jahrhundert zur Pelzgewinnung in Europa eingeführt wurde. Alle in Europa lebenden Tiere stammen aus Ausbrüchen oder wurden absichtlich ausgesetzt. Die Nutria ist an ihren vier großen Schneidezähnen zu erkennen, die orange bis rot gefärbt sind.
Den Biber von der Nutria unterscheiden
Der Biber zeichnet sich durch seinen breiten, flachen, leuchtend orangefarbenen Schwanz aus, während der Nutria einen runden, spitz zulaufenden Schwanz hat. In Bezug auf die Größe kann der Biber bis zu 30 kg wiegen, während der Nutria etwa 10 kg erreicht. Die Schneidezähne des Bibers sind besonders auffällig und orangefarben, während die der Nutria blasser sind. Der Biber baut Dämme und Hütten aus natürlichen Materialien, während die Nutria Baue gräbt, um sich niederzulassen. Die Hinterbeine des Bibers haben Schwimmhäute, um sich besser an das Schwimmen anzupassen, im Gegensatz zur Nutria. In der freien Natur bevorzugt die Nutria stehende Gewässer und Sümpfe, während sich der Biber in Flüssen und bewaldeten Gebieten wohler fühlt. Die Nutria ist ein opportunistischer Pflanzenfresser, während der Biber darauf spezialisiert ist, Bäume zu fällen, um sich zu ernähren.
Verbreitung von Nutria
Mittlerweile ist sie in mehr als 70 Departements anzutreffen, insbesondere in der Ardèche, etwa 15 km flussaufwärts von den Schluchten. Die Nutria ist ein Tier, das gerne in Süßwasserumgebungen lebt. Sie gräbt einen 6 bis 7 m langen Bau entlang des Ufers. Dieser Bau hat in der Regel mehrere Eingänge, darunter auch einen Unterwassereingang. Manchmal nutzt sie bereits von Bisamratten gegrabene Baue, mit denen sie manchmal konkurriert. Sie kann auch Laubhütten bauen.
Die Nutria in den Schluchten der Ardèche
Von Mas de la Fontenette, unserem Ferienhaus mit beheiztem Pool, aus geht es hinunter in die Schluchten der Ardèche, wo die Anwesenheit des Bibers durch zahlreiche Spuren wie typisch gefällte Bäume belegt ist. Die des Nutrias ist ebenfalls belegt, obwohl die beiden Arten ein wenig miteinander konkurrieren.
